Welches Holz für die eigene Sauna?

Die Saunaplanung führt früher oder später zur Frage, welches Holz verwendet werden soll. Der Baustoff Holz ist nicht gleich Holz, denn jede Art bietet gewisse Vor- und Nachteile. Wir empfehlen, beim Saunakauf immer Rücksprache mit einem Fachmann zu halten. Wenn beruflich bereits mit Holz gearbeitet wird, dann ist dieses Basiswissen beim Bau einer eigenen Sauna durchaus von Vorteil.

Die nordische Fichte ist besonders beliebt. Ein anderer Name dieser Holzart ist auch Polarfichte und in Kreisen der Sauna-Fans die beliebteste Sorte. Das Holz ist robust, feinporig und schafft mit kleinen Asteinschlüssen sogar eine wohlige Atmosphäre. Schaden tut man der Umwelt damit auch nicht unbedingt, da es Forstwirtschaften gibt, die sich genau auf diese Sorte spezialisiert haben.

Des Weiteren ist auch der Rot-Zeder eine besondere Sorte, die gerne angeboten wird. Der Baum aus Nordamerika (zumeist Kanada) ist frei von Harzen und hat einen eigenen Duft. Das Holz bietet sogar eine gute isolierende Wirkung, und der rote Farbton wirkt entspannend. Die Farbe, Beschaffenheit und der Duft sind die Verkaufsargumente schlechthin für dieses Holz.

Die europäische Tanne ist ein beliebtes Bauholz, welches auch für Häuser oder andere Möbel verwendet wird. Insbesondere in den Alpenregionen gilt es sogar als Pflicht, dass Möbel mit Tannenholz verarbeitet werden. Die Tanne harzt wie die Rot-Zeder ebenfalls nicht. Die heimische Tanne sorgt auch für eine wohlige Atmosphäre – darauf kommt es immerhin auch in einer Sauna an.

Das Keloholz ist hierzulande recht unbekannt, hat aber einen Vorteil für die Umwelt. Damit fasst man Holz zusammen, welches bereits abgestorben ist. Das Keloholz stammt vor allem aus dem nördlichen Teil des Lapplands und ist teilweise um die 300 Jahre alt. Bäume die es aus Altersgründen nicht mehr lange schaffen, werden nach dem natürlichen Trocknungsprozess abgeholzt. Ein trockenes Holz ist ebenfalls gut für eine Sauna, und oftmals wird das Holz auch für eigene Hütten genutzt.

Zusätzlich gibt es noch das sogenannte Thermoholz. Es ist kaum zu unterscheiden von einem tropischen Edelholz, aufgrund der dunkeln Verfärbung. Das Holz wird in einem separierten Verfahren für 180 bis 220 Grad für etwa 96 Stunden thermisch behandelt. Diese Behandlung macht das Holz immun gegen Pilze, Bakterien und Wasser. Durch den Prozess tritt auch kein Harz mehr aus dem Holz aus. Daher ist diese Art von Holz durchaus besonders.

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